
Zutrittskontrolle
Teil von Videoüberwachung im Betrieb: Zweck, Erforderlichkeit, Speicherung und Kontrolle entscheiden
Videoüberwachung Kosten im Gewerbe planen
Videoüberwachung Kosten im Gewerbe planen: Kameras von 100 bis 1.500 Euro, Rekorder, Montage, laufende Kosten, MwSt. und Beispielrechnungen für 4 bis 16 Kameras.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Kameras kosten 100 bis 1.500 Euro netto je Stück.
- Netzwerkrekorder liegen bei 300 bis 3.000 Euro netto.
- Die Montage kostet 200 bis 1.500 Euro netto je Kamera.
- Auf den Nettobetrag kommen 19 Prozent Umsatzsteuer.
- Laufende Kosten entstehen für Wartung, Speicher und Datenschutz.
Kamerapreise von 100 bis 1.500 Euro netto
Der Preis einer Kamera hängt von Auflösung, Objektiv, Schutzart und Analysefunktion ab. Für Innenräume reichen einfache Modelle. Sie kosten 100 bis 250 Euro netto je Stück. Im Außenbereich sind Gehäuse mit Schutzart IP67 und Objekterkennung nötig. Dafür fallen 250 bis 600 Euro netto an.
Kameraklassen und Preise
Einfache Innenraumkamera
- Preis netto je Stück
- 100–250 Euro
- Auflösung
- 2–4 Megapixel
- Objektiv
- fest
- Schutzart
- innen
- Analysefunktion
- keine
Standardkamera Außenbereich
- Preis netto je Stück
- 250–600 Euro
- Auflösung
- 4–8 Megapixel
- Objektiv
- wechselbar
- Schutzart
- IP67
- Analysefunktion
- Objekterkennung
Kamera mit Analytics
- Preis netto je Stück
- 600–1.500 Euro
- Auflösung
- 4K
- Objektiv
- Schwenk-Neige
- Schutzart
- IP67
- Analysefunktion
- KI-Analyse
Kameras mit 4K-Auflösung, Schwenk-Neige-Technik oder KI-Analyse kosten 600 bis 1.500 Euro netto. Diese Klasse prüft Kennzeichen, Personen oder Zutrittsberechtigungen direkt im Gerät. Einige Hersteller berechnen für Analysefunktionen zusätzlich eine Jahreslizenz je Kanal.
Kamerapreise netto
Preis netto je Stück
- Einfache Innenraumkamera
- 100 bis 250 Euro
- Standardkamera Außenbereich
- 250 bis 600 Euro
- Kamera mit Analytics
- 600 bis 1.500 Euro
Typische Ausstattung
- Einfache Innenraumkamera
- 2 bis 4 Megapixel, festes Objektiv
- Standardkamera Außenbereich
- IP67, 4 bis 8 Megapixel, Objekterkennung
- Kamera mit Analytics
- 4K, Schwenk-Neige-Technik, KI-Analyse
Preisunterschiede entstehen auch durch Hersteller und Bezugsweg. Fachhandelspreise liegen über Onlinepreisen, enthalten aber Beratung und Gewährleistung.
Rekorder, Speicher und Software: 300 bis 3.000 Euro netto
Ein Netzwerkrekorder mit acht Kanälen kostet 300 bis 600 Euro netto. Geräte mit 16 Kanälen und PoE-Versorgung liegen bei 600 bis 1.200 Euro netto. Serverbasierte Lösungen mit Software und Speicher erreichen 3.000 Euro netto.
Die Speicherkapazität bestimmt den Preis. Eine Festplatte mit acht Terabyte für Dauerbetrieb kostet etwa 180 bis 250 Euro netto. Videomanagement-Lizenzen liegen bei 30 bis 150 Euro netto je Kanal. Cloud-Abos kosten 5 bis 20 Euro je Kamera und Monat. Jeder zusätzliche Aufbewahrungstag erhöht den Speicherbedarf und damit die Kosten.
Netzwerk-Switches mit PoE kosten 150 bis 600 Euro netto, je nach Portzahl. Ohne PoE ist eine separate Spannungsversorgung je Kamera einzuplanen.
Montage: 200 bis 1.500 Euro netto je Kamera
Die Montage einer Innenkamera kostet 200 bis 400 Euro netto. Im Außenbereich mit langen Kabelwegen, Gerüst oder Arbeiten in der Höhe steigt der Preis auf 400 bis 800 Euro netto. Sonderfälle wie Mastmontage, Brandschott oder Schaltschrankumbau erreichen 1.500 Euro netto je Kamera.
Hinzu kommen kleinere Positionen: eine Netzwerkdose kostet 40 bis 80 Euro netto, dazu Patchfeld, Spannungsversorgung, Konfiguration und Einweisung des Personals. Wer selbst montiert, spart Lohnkosten, verliert aber häufig die Gewährleistung auf die Installation.
Für die Abnahme empfiehlt sich ein Protokoll mit Bildqualität, Blickwinkel und Aufzeichnungsdauer.
Beispielrechnung für 4, 8 und 16 Kameras
Beispielrechnung Kameras
| Kameras | Kameras netto | Rekorder netto | Montage netto | Summe netto | Summe brutto |
|---|---|---|---|---|---|
| 4 | 1.000 Euro | 400 Euro | 1.200 Euro | 2.600 Euro | 3.094 Euro |
| 8 | 2.400 Euro | 900 Euro | 3.200 Euro | 6.500 Euro | 7.735 Euro |
| 16 | 5.600 Euro | 2.200 Euro | 8.000 Euro | 15.800 Euro | 18.802 Euro |
Die Beispielrechnung rechnet mit 250, 300 und 350 Euro netto je Kamera, mit 400 bis 2.200 Euro netto für den Rekorder und mit 300 bis 500 Euro netto Montage je Kamera. Die Umsatzsteuer von 19 Prozent ist in der letzten Spalte enthalten. Die Beträge sind Marktrichtwerte, keine Angebote.
Kleinbetriebe mit vier Kameras liegen bei 2.600 Euro netto. Wer Eingang, Lager und Hof mit 16 Kameras abdeckt, plant 15.800 Euro netto ein. Dazwischen liegt der typische Fall mit acht Kameras bei 6.500 Euro netto. Zu diesen Summen kommen jeweils 19 Prozent Umsatzsteuer.
Laufende Kosten und Datenschutzpflichten
Für Wartung, Reinigung der Objektive und Funktionsprüfung fallen jährlich etwa 5 bis 10 Prozent der Investitionssumme an. Der Stromverbrauch einer PoE-Kamera liegt bei 10 bis 20 Euro pro Jahr. Bei 16 Kameras sind das 160 bis 320 Euro jährlich. Ersatz nach Defekt oder Blitzschlag ist nicht in der Wartungspauschale enthalten.
Videoüberwachung verarbeitet personenbezogene Daten. Die Vorgaben stehen in der Verordnung 2016/679 und im Bundesdatenschutzgesetz. Erforderlich sind ein Verarbeitungsverzeichnis, ein Löschkonzept und Hinweisschilder am Eingang. Für öffentlich zugängliche Räume gilt zusätzlich Paragraf 4 des BDSG. Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht verlangt in seinem Merkblatt zur Videoüberwachung kurze Löschfristen und ein sichtbares Hinweisschild.
Beschäftigte betreffend greift die Mitbestimmung des Betriebsrats. Nach Paragraf 87 Absatz 1 Nummer 6 des Betriebsverfassungsgesetzes hat der Betriebsrat mitzubestimmen, wenn technische Einrichtungen das Verhalten der Beschäftigten überwachen können. Die Abstimmung kostet Zeit, nicht Geld, verzögert aber die Inbetriebnahme.
Häufige Fragen
Was kostet eine Videoanlage mit 8 Kameras?
Nach der Beispielrechnung oben 6.500 Euro netto, mit 19 Prozent Umsatzsteuer 7.735 Euro brutto. Der Betrag enthält acht Kameras, einen Rekorder und die Montage.
Welche laufenden Kosten fallen jährlich an?
Wartung und Prüfung kosten etwa 5 bis 10 Prozent der Investition, Strom 10 bis 20 Euro je Kamera. Bei 16 Kameras summiert sich das schnell auf 1.000 Euro netto pro Jahr.
Fällt auf die Kosten Umsatzsteuer an?
Ja, 19 Prozent auf den Nettobetrag. Bei 15.800 Euro netto für 16 Kameras sind das 3.002 Euro Umsatzsteuer.
Brauche ich eine Datenschutz-Folgenabschätzung?
Bei umfangreicher Überwachung öffentlich zugänglicher Bereiche ist sie nach Artikel 35 der DSGVO regelmäßig erforderlich. Prüfen Sie das vor der Installation, sonst drohen Bußgelder.



