
Einbruchschutz
Einbruchschutz planen mit Normen und Maßnahmen für Gewerbeobjekte
Einbruchschutz planen für Gewerbeobjekte: Schutzziele, DIN EN 1627 mit RC2 bis RC6, Prüfnormen, VdS-Richtlinien, KfW 455-E und Beispielkosten ab 500 Euro.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Schutzziele zuerst festlegenZiel eins verzögern, Ziel zwei erkennen, Ziel drei reagieren.
- DIN EN 1627 ordnet Türen, Fenster und Abschlüsse in die Klassen RC1N bis RC6 ein. Für ebenerdig erreichbare Bauteile im Gewerbe ist RC2 die Untergrenze, RC3 und RC4 sind bei hohen Werten im Objekt üblich.
- DIN EN 1628, DIN EN 1629 und DIN EN 1630 beschreiben die Prüfungen: statische Last, Stoßbelastung, manueller Angriff mit Werkzeug.
- VdS-Richtlinien, die Vorgaben der Sachversicherer und die Beratung der Länderpolizeien bestimmen die Planung. Die Beratung vor Ort ist kostenlos.
- Der KfW-Zuschuss 455-E ist auf bestehende Wohngebäude ausgerichtet. Gewerbebetriebe finanzieren über die Unternehmensprogramme. Beispielkosten je Objekt: 500 bis 15.000 Euro netto.
Schutzziele und Gefährdungsanalyse
Einbruchschutz planen heißt, die drei Schutzziele in eine Reihenfolge zu bringen. Mechanische Sicherungen verzögern den Täter. Eine Einbruchmeldeanlage erkennt ihn. Sicherheitsdienst, Notruf- und Serviceleitstelle oder Polizei reagieren.
Kein Bauteil löst diese Aufgabe allein. Eine RC3-Tür an der Straßenseite hilft wenig, wenn das Kellerfenster an der unbeleuchteten Rückseite offen steht. Der Täter wählt den schwächsten Punkt, nicht den teuersten.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit hängt an wenigen Bedingungen: Lage und Sichtbarkeit des Objekts, Zahl und Qualität der Nebeneingänge, Wertkonzentration im Gebäude, Anwesenheit von Menschen außerhalb der Betriebszeiten, Sicherung des Geländes.
Betriebe mit Bargeld, Markenware, Werkzeug, Elektronik oder Kupfer ziehen andere Täter an als ein Bürogebäude ohne Lager. Gelegenheitstäter versuchen, was in wenigen Minuten gelingt. Gruppen mit Planung beobachten das Objekt über mehrere Tage und wählen An- und Abfahrt bewusst.
Nach Dienstschluss ist niemand im Gebäude, die Entdeckungswahrscheinlichkeit sinkt. Bis eine Streife oder ein Sicherheitsdienst eintrifft, vergehen Minuten. Diese Minuten muss die Mechanik überbrücken.
Mischobjekte mit Wohn- und Gewerbeanteil brauchen eine getrennte Betrachtung. Für den Wohnanteil gelten andere Vorgaben und teils andere Förderbedingungen als für Halle, Laden oder Werkstatt.
Bewerten Sie jede Öffnung doppelt: Wie wahrscheinlich ist ein Angriff an dieser Stelle, und wie hoch ist der Schaden bei Erfolg? Ein rückwärtiges Kellerfenster neben einem Parkplatz ist ein anderer Fall als ein Fenster im dritten Obergeschoss.
Kommunen bewerten zusätzlich die Aufgabenteilung zwischen Gebäudemanagement, Bauamt und Sicherheitsdienst. Bei öffentlichen Gebäuden kommen Fluchtwege und Brandschutz hinzu, geregelt unter anderem über DIN 14675 für Brandmeldeanlagen.
In fünf Schritten zur Planung
- Bestand aufnehmenalle erreichbaren Öffnungen mit Bauart, Maßen und Zustand erfassen, dazu Lage, Werte, Betriebszeiten und Versicherungsauflagen.
- Widerstandsklasse je Öffnung festlegen, mindestens RC2 für ebenerdig erreichbare Bauteile, darüber hinaus nach Wert und Gefährdung.
- Maßnahmen bündelnMechanik, Einbruchmeldeanlage, Beleuchtung, Zutrittskontrolle und organisatorische Abläufe in einem Katalog zusammenführen.
- Nachweise verlangenPrüfzeugnis des Prüfinstituts, Klassifizierungsbericht, Errichterbescheinigung, Fachunternehmererklärung.
- Betrieb regelnAbnahme, Einweisung, Probebetrieb, Wartungsvertrag sowie Zuständigkeiten für Schlüssel, Codes und Karten schriftlich festhalten.
Wer in dieser Reihenfolge arbeitet, bekommt vergleichbare Angebote. Angebote ohne Angabe der Widerstandsklasse sind nicht vergleichbar, auch wenn die Positionen gleich heißen.
Widerstandsklassen nach DIN EN 1627: RC2 bis RC6
Die Klassifizierung gilt für Fenster, Türen und Abschlüsse. Wie das Deutsche Institut für Normung den Aufbau von Normen und die Rolle solcher Prüfnormen beschreibt, steht in der Übersicht zu DIN-Normen.
Widerstandsklassen RC1N bis RC6
Klasse
- RC1N/RC1
- kein Werkzeug
- RC2
- einfaches Werkzeug
- RC3
- zweites Werkzeug
- RC4
- schweres Werkzeug
- RC5
- Elektrowerkzeug
- RC6
- Elektrowerkzeug hohe Leistung
Werkzeug
- RC1N/RC1
- keine feste Zeit
- RC2
- 3 Minuten
- RC3
- 5 Minuten
- RC4
- 10 Minuten
- RC5
- 15 Minuten
- RC6
- 20 Minuten
Prüfzeit
- RC1N/RC1
- Innentüren
- RC2
- Nebeneingänge
- RC3
- Hauptzugänge
- RC4
- Kassenbereiche
- RC5
- Sonderobjekte
- RC6
- höchste Anforderungen
Einsatz
- RC1N/RC1
- RC2
- RC3
- RC4
- RC5
- RC6
Widerstandsklassen nach DIN EN 1627
| Klasse | Werkzeug des Täters | Prüfzeit | Typischer Einsatz im Gewerbe |
|---|---|---|---|
| RC1N und RC1 | kein Werkzeug oder einfache Gewalt | keine feste Zeit | Innentüren, Räume mit geringem Wert |
| RC2 | einfaches Werkzeug | 3 Minuten | Nebeneingänge, erdgeschossige Fenster, Ladenrückseiten |
| RC3 | zweites Werkzeug, Hebel | 5 Minuten | Hauptzugänge, Lager mit Warenwert |
| RC4 | schweres Werkzeug | 10 Minuten | Kassenbereiche, Objekte mit hohen Werten |
| RC5 | Elektrowerkzeug | 15 Minuten | Sonderobjekte, Hochsicherheitsbereiche |
| RC6 | Elektrowerkzeug mit hoher Leistung | 20 Minuten | Sonderobjekte mit höchsten Anforderungen |
Die angegebenen Zeiten sind Prüfzeiten, keine Garantien. In der Praxis gewinnt eine geprüfte Tür meist mehr Zeit, weil der Täter Werkzeug, Licht und Ruhe braucht. Entscheidend ist, dass das gesamte Element geprüft wurde, nicht nur einzelne Beschläge.
Die Klassen RC1N bis RC6 haben die früheren WK-Klassen abgelöst. Ältere Angebote mit WK2 oder WK3 sind nicht automatisch gleichwertig, auch wenn die Zahl passt.
Zusätzlich kann Durchschusshemmung nach DIN EN 1522 und DIN EN 1523 gefordert sein, etwa an Kassen und Schaltern. Das ist eine eigene Klassifizierung und sagt nichts über die Einbruchhemmung aus.
Prüfnormen DIN EN 1628 bis 1630
Die Prüfungen laufen in akkreditierten Laboren, zum Beispiel beim ift Rosenheim oder bei Materialprüfanstalten. Drei Normen greifen ineinander.
Prüfnormen DIN EN 1628 bis 1630
- DIN EN 1628: statische Last
- DIN EN 1629: Stoßbelastung
- DIN EN 1630: manueller Angriff
- Klassifizierungsbericht als Nachweis
Am Ende steht ein Klassifizierungsbericht. Ohne dieses Dokument ist eine Angabe wie RC2 im Angebot wertlos. Versicherer und Förderstellen verlangen den Nachweis, dass genau das eingebaute Element geprüft wurde.
Prüfzeugnisse gelten nur für die geprüfte Bauart und für die beschriebene Montage. Ein Zertifikat für ein Fenstermodell sagt nichts über die Qualität des Einbaus. Die Montage nach Herstellervorgabe gehört zur Leistung und muss im Angebot stehen.
VdS-Richtlinien, polizeiliche Beratung und Versicherer
Die VdS Schadenverhütung GmbH veröffentlicht Richtlinien für technische Sicherungen und erkennt Errichterbetriebe an. Für Einbruchmeldeanlagen ist die VdS-Richtlinie 2311 zur Planung und Installation die zentrale Grundlage. Dazu kommen die Klassen A, B und C, mit denen VdS Anlagen unterschiedlicher Schutzstufen einteilt.
Daneben gelten Normen der Reihe DIN VDE 0833. Teil 3 befasst sich mit Einbruch- und Überfallmeldeanlagen, Teil 2 mit Brandmeldeanlagen. Der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik veröffentlicht ergänzende Richtlinien für Planung und Betrieb.
Die polizeilichen Beratungsstellen der Länder beraten Eigentümer kostenlos, in der Regel vor Ort im Objekt. Sie prüfen Schwachstellen, empfehlen Widerstandsklassen und halten das Ergebnis häufig in einem Beratungsprotokoll fest. Die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes bündelt die Hinweise der Länder.
Für Förderung und Versicherung zählt dieses Protokoll, weil es die Maßnahmen fachlich begründet. Vereinbaren Sie den Termin, bevor Sie Angebote einholen.
Sachversicherer stellen oft eigene Anforderungen, die über die Polizeiempfehlung hinausgehen. Prüfen Sie die Bedingungen des Vertrags zuerst. Sonst bezahlen Sie Maßnahmen, die im Schadensfall nicht anerkannt werden.
Fragen Sie außerdem nach Beitragsnachlässen. Viele Versicherer bewerten geprüfte Mechanik und eine aufgeschaltete Meldeanlage günstiger als den Standardtarif.
Maßnahmen an Türen, Fenstern, Toren und Gittern
Nebeneingänge, Fluchttüren und Türen zu Technikräumen sind typische Einstiegspunkte. Sicherungstechnik darf die Fluchtfunktion nicht behindern. Panikschlösser sind nach DIN EN 179 mit Drücker oder nach DIN EN 1125 mit Panikstange geprüft.
Zylinder brauchen Bohr- und Ziehschutz, dazu Schutzrosetten oder Zylinderschutzbeschläge. Schließanlagen mit Sicherungskarte begrenzen Nachschlüssel. Bei Rahmen aus Kunststoff oder dünnem Blech hält der Zylinder weniger als bei Stahl.
Nachrüstung kostet weniger als ein geprüftes Element, erreicht aber meist keine Klasse. Verbreiterte Schließbleche, Panzerriegel, Bandseitensicherungen und ein zweiter Verschlusspunkt erhöhen die Angriffszeit deutlich.
Erdgeschossfenster bieten kurze Wege und Sichtschutz für den Täter. Pilzkopfverriegelungen verhindern das Aushebeln, abschließbare Griffe und Getriebe verhindern das einfache Öffnen. Sicherheitsfolie oder Verbundsicherheitsglas halten länger als einfaches Isolierglas.
Ist eine Öffnung nicht zu öffnen, wird sie uninteressant. Festverglasungen ohne Griff schließen den Weg. Bei Kippfenstern zählt die Verriegelung an beiden Seiten.
Hallentore und Tiefgarageneinfahrten sind große, dünne Flächen mit wenig Stabilität. Stangenverschlüsse, zusätzliche Verriegelungen und ein Schloss am Antrieb erhöhen die Widerstandszeit. Ein Antrieb allein ist kein Schloss.
Schlüsselschalter und verdeckte Notentriegelungen sichern die Steuerung. Bei Schiebetoren gehört die Laufschiene gesichert, sonst lässt sich das Tor aus der Führung heben.
Schutzgitter müssen im Mauerwerk verankert sein, nicht im Fensterrahmen. Dübel in porösen Steinen oder in der Dämmung halten nichts. Gitter vor Kellerfenstern und Lichtschächten sind preiswert und wirken sofort.
Lichtkuppeln, Dachluken, Lüftungsöffnungen und Schächte werden regelmäßig übersehen. Sie führen oft direkt in Lager oder Technikraum. Prüfen Sie auch Wanddurchbrüche für Leitungen.
Beleuchtung mit Bewegungsmeldern an Rückseiten, Toren und Zuwegungen nimmt dem Täter die Deckung. Entfernen Sie Kletterhilfen wie Paletten, Mülltonnen, Leitern, Anhänger und Bauzäune.
Ein freier Sichtbereich von der Straße zum Gebäude hilft mehr als eine hohe Hecke als Sichtschutz. Nachbarn und Passanten sind die günstigsten Zeugen.
Einbruchmeldeanlage, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung
Eine Einbruchmeldeanlage ersetzt keine Mechanik. Sie erkennt den Einbruch und löst die Reaktion aus. Geplant wird sie nach VdS 2311 und DIN VDE 0833-3, mit Meldern an allen erreichbaren Öffnungen, Glasbruchmeldern, Bewegungsmeldern in Fluren und Lagern sowie Überfallmeldern an Kassen.
Der Alarmweg muss vorher feststehen. Alarme laufen in der Regel bei einer Notruf- und Serviceleitstelle auf, die Sicherheitsdienst oder Polizei verständigt. Eine Aufschaltung direkt auf die Polizei ist nur unter engen Bedingungen möglich.
Fehlalarme kosten Geld und führen dazu, dass Reaktionen ausbleiben. Häufige Ursachen sind offene Fenster, falsch gewählte Meldertypen, fehlende Wartung und nicht eingewiesene Mitarbeiter.
Zutrittskontrolle mit Transponder oder Chipkarte legt fest, wer wann welche Tür öffnet. Protokolle helfen bei der Aufklärung von Vorfällen. Geregelt sein müssen das Sperren verlorener Karten, die Vergabe von Rechten und der Umgang mit Fremdfirmen.
Videoüberwachung wirkt an Zufahrten und Zugängen, dokumentiert Vorfälle und belegt im Streitfall. Sie ist kein Ersatz für Mechanik, weil Kameras nichts verhindern.
Videoüberwachung braucht einen Anlass, eine Interessenabwägung, Hinweisschilder und eine kurze Löschfrist. Bei Beschäftigten kommt die Beteiligung des Betriebsrats hinzu. Eine Speicherung ohne Löschkonzept ist nicht zulässig.
Sicherheitsdienst und Notfallorganisation
Ein Sicherheitsdienst hilft nur, wenn die Interventionszeit zum Objekt passt. Fragen Sie nach der Anfahrt aus dem nächstgelegenen Stützpunkt und lassen Sie sich die Zeit vertraglich zusichern. Bei Filialnetzen sind feste Rundgänge oft wirksamer als eine weit entfernte Streife.
Regeln Sie die Erreichbarkeiten: Wer wird nachts alarmiert, wer hat Schlüssel, wer darf die Anlage scharf schalten? Hinterlegen Sie diese Liste bei der Leitstelle und aktualisieren Sie sie, wenn Personal wechselt.
Ein Notfallplan gehört zur Planung. Er enthält Ansprechpartner, Sperrnummern für Karten, den Ablauf nach einem Einbruch und die Zuständigkeit für die Schadensmeldung an den Versicherer.
KfW-Förderung 455-E und Finanzierung
Der KfW-Zuschuss 455-E ist auf bestehende Wohngebäude ausgerichtet und an feste Bedingungen gebunden. Antragsberechtigung, Zuschusshöhe und Nachweise ergeben sich aus den Förderbedingungen. Für reine Gewerbeobjekte ist er nicht der passende Weg.
Gefördert werden investive Maßnahmen, die einbruchhemmende Bauteile und Anlagen betreffen. Der Antrag muss vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Wer zuerst beauftragt und später beantragt, verliert den Zuschuss.
Unternehmen finden ihre Programme unter Förderung für Unternehmen. Für Erweiterungen und Investitionen im Bestand kommt der Bereich Unternehmen ausbauen oder erfolgreich starten in Betracht.
Wer ohnehin in Beleuchtung oder Gebäudetechnik investiert, plant den Einbruchschutz im selben Bauabschnitt. Die Förderangebote für Energieeffizienz und Umweltschutz betreffen andere Gewerke, ersparen aber ein zweites Gerüst und eine zweite Baustelleneinrichtung.
Wohnungsunternehmen mit gemischt genutzten Beständen nutzen zusätzlich den Förderratgeber für Wohnungsunternehmen.
Versicherer und Förderstellen verlangen beide geprüfte Technik. Wer die Nachweise sauber sammelt, hat sie für alle Stellen parat.
Beispielkosten von 500 bis 15.000 Euro netto je Objekt
Kosten hängen an Objektgröße, Zahl der Öffnungen und Bauart. Die Spannen sind Netto-Beträge für Material und Montage, ohne Planungskosten und ohne Umbauten an der Fassade.
| Maßnahme | Bezug | Kosten netto |
|---|
Beispielkosten je Maßnahme netto
- Nebeneingangstür500–1.200 €
- Fenstersicherung250–600 €
- RC2-Fenster900–1.800 €
- RC2-Haustür2.500–4.500 €
- Hallentor1.500–6.000 €
- Einbruchmeldeanlage4.000–12.000 €
Wer keine Vorsteuer abziehen kann, rechnet 19 Prozent Umsatzsteuer hinzu. Unternehmen und Kommunen mit Vorsteuerabzug kalkulieren netto.
Rechenbeispiel: 13.800 Euro netto für eine Halle
Beispielrechnung für eine Halle mit 600 Quadratmetern, Bürotrakt, zwei Nebeneingängen, einem Tor und zwölf erdgeschossigen Fenstern:
Rechenbeispiel Halle 600 Quadratmeter
- 13.800 EuroSumme netto
- 16.422 EuroSumme brutto
- 5.600 EuroEinbruchmeldeanlage
- 3.400 Eurozwölf Fenster
Rechenbeispiel: 13.800 Euro netto
- 1.500EuroNachrüstung von zwei Nebeneingangstüren mit Zylinderschutz, Schutzrosetten und Panzerriegel
- 3.400EuroSicherung von zwölf Fenstern mit Pilzkopfverriegelung und abschließbaren Griffen
- 2.400EuroHallentor mit Stangenverschluss, Schloss und Schlüsselschalter
- 5.600EuroEinbruchmeldeanlage nach VdS-Klasse B mit zwölf Öffnungsmeldern, sechs Bewegungsmeldern und Aufschaltung
- 900EuroLED-Außenbeleuchtung mit Bewegungsmeldern an Rückseite und Tor
Summe: 13.800 Euro netto je Objekt. Mit 19 Prozent Umsatzsteuer ergibt das 16.422 Euro brutto. Der Betrag liegt in der Spanne von 500 bis 15.000 Euro netto, die für Objekte dieser Größe üblich ist.
Die kleinste sinnvolle Stufe beginnt bei 500 Euro netto: Zylinderschutz, Schutzrosette und ein Panzerriegel an einer Nebeneingangstür. Größere Objekte mit mehreren Toren, Zutrittskontrolle und Videoüberwachung liegen darüber.
Auf den Zuschuss 455-E lässt sich diese Rechnung nicht stützen, weil es sich um ein Gewerbeobjekt handelt. Prüfen Sie stattdessen die Unternehmensprogramme und die Bedingungen Ihres Sachversicherers.
Häufige Fragen
Reicht die Klasse RC2 für ein Gewerbeobjekt?
Für ebenerdig erreichbare Öffnungen ohne hohe Werte ist RC2 die Untergrenze und in vielen Fällen ausreichend. Sobald Bargeld, Markenware oder leicht abtransportierbare Elektronik lagern, sind RC3 oder RC4 zu prüfen. Die Entscheidung gehört schriftlich in die Planung, zusammen mit der Einschätzung des Versicherers.
Was kostet die Beratung durch die Polizei?
Sie ist kostenlos. Die polizeilichen Beratungsstellen der Länder kommen in der Regel ins Objekt, prüfen Schwachstellen und empfehlen Widerstandsklassen. Diese Unterlagen helfen später bei Förderung und Versicherung.
Welche Nachweise verlangen Versicherer?
Prüfzeugnis oder Klassifizierungsbericht für jedes Bauteil, Errichterbescheinigung für die Meldeanlage, Rechnungen und Wartungsnachweise. Ohne diese Papiere streiten Sie im Schadensfall über die Anerkennung der Maßnahme.
Wie lange dauert ein normgerechter Einbruchschutz?
Bestandsaufnahme und Angebote brauchen einige Wochen, geprüfte Elemente haben Lieferzeiten. Bei laufendem Betrieb lassen sich die Arbeiten abschnittsweise ausführen. Für ein Objekt mittlerer Größe ist mit mehreren Wochen bis wenigen Monaten zu rechnen.
Muss die Anlage gewartet werden?
Ja. VdS-Richtlinien und Versicherer verlangen wiederkehrende Prüfungen, üblich ist mindestens ein Termin je Jahr. Wartung hält Fehlalarme niedrig und erhält die Anerkennung der Anlage.
In diesem Leitfaden
- Einbruchschutz 5 Fehler im Gewerbe vermeidenEinbruchschutz Fehler im Gewerbe: fünf typische Versäumnisse von ungeprüften Normen bis zur Dokumentation, mit Kosten von 500 bis 5.000 Euro netto.
- Einbruchschutz oder Videoüberwachung im VergleichEinbruchschutz oder Videoüberwachung im Vergleich: Schutzwirkung, Anbieter, Kosten von 1.000 bis 12.000 Euro netto, DIN EN 1627, VdS und DSGVO im Gewerbe.
- Einbruchschutz Angebote prüfen mit Checkliste für Handwerker und PlanerEinbruchschutz Angebote prüfen: Checkliste zu DIN EN 1627, RC-Klassen, VdS-Fachbetrieben, Leistungsverzeichnis, Gewährleistung und Preisen von 500 bis 10.000 Euro.


